Die Katze

Komm an mein liebreiches Herz- schöne Katze – verbirg die Klauen der Tatze wenn mein Auge naht dem deinen

gemischt aus Metall und Achat ! Wenn meine Finger mit Muse schmeicheln dem biegsamen Kopf und Rücken und

hebt meine Hand im entzücken dem funkenstiebenden Körper zu streicheln. Dann seh’ ich im Geist eine Frau; ihr Blick

gleich deinem – freundlich Tier – trifft wie ein Pfeil und ist tief und hell. Es schwimmt vom Fuß zum Genick ein feiner

gefährlicher Odem dir Ringsrum um das braune Fell.       (Charles Baudelaire)

Das kranke Kätzchen

Kätzchen ist krank, macht ein trauriges Gesicht liegt auf der Bank und rührt sich nicht. Miau ! Ich versteh, die Maus war

zu fett. Magenweh ? Dann musst du zu Bett. Püppchen hör’ zu, dem Kätzchen geht’s schlecht. Ist es dir recht; Wir

legen’s zur Ruh In dein Bettchen hinein, decken’s warm zu und wiegen es ein. Da schläft’s eine Stunde, verdaut seine

Maus und springt dann gesund zum Bettchen hinaus.    (Gustav Falke)

Junge Kätzchen

 

Fünf Kätzchen vorm Fenster

und Lieschen dazu

die stehen schon lange auf du und du.

Trippelt zum Garten sie in der Früh’,

Wartet Frau Miezekatz schon auf sie.

Putzt die vier Kleinen noch akkurat;

Jeder macht gern mit den Kindern Staat.

Die Kätzchen haben heute Augen gekriegt,

gucken ganz dumm und blinzeln vergnügt.

Wenn solch ein großes Wunder gescheh’n,

das muss die Mutter doch auch mal seh’n !

Holt noch ein Näpfchen, so ein klein’s,

macht für die Kätzchen was Extrafein’s.

Das ist ein Springen, hinauf und hinab,

lecken sich alle Pfoten ab,

Durch den Apfelbaum, schwerbelaubt,

fällt der Mutter ein Strahl aufs Haupt,

Glänzt dann auf Lieschens Blondhaar hell,

gleitet hernieder aufs Katzenfell,

Bis zu den Kätzchen winzig und klein

Kriegt jedes sein bisschen Sonnenschein.

(Ludwig Jacobowski)

 

Die Sphinx

 

In einer Zimmerecke wacht,

schon länger, als ich denken kann,

die schöne Sphinx und schweigt mich an

im Wechselspiel von Tag und Nacht.

Ganz ungerührt und unbewegt

verharrt die finstere Gestalt.

Der Silbermond, der lässt sie kalt,

selbst Sonnenschein sie nicht erregt.

Der Himmel rötet sich und bleicht,

die Flut des Mondlichts steigt und sinkt.

Der Dämmerung es nicht gelingt

und auch der Nacht nicht, dass sie weicht.

Die Zeit verrinnt, Nacht folgt auf Nacht,

und immer noch die Katze träumt;

Mit sanften Augen, goldgesäumt,

hält sie auf ihren Teppich Wacht.

Sie ruht, ihr Katzenauge starr

und zu den spitzen Ohren drängt

das Nackenhaar, mit gelb gesprengt;

Das braune Fell ist seidenzart…

Mein träger Liebling, komm heran,

und leg’ den Kopf mir in den Schoß,

damit ich dir den Nacken kos’

und deinen Samtleib streicheln kann….

  (Oscar Wilde)

 

   

Merke:  Geschlossene Zimmertüren sind für Katzen eine unzumutbare Beeinträchtigung des Lebenskomforts. Im Zweifelsfall befindet sich in dem gerade unzugänglichen Raum ein immens wichtiger vorläufig ständiger Platz. (Werner Fuld)

Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt; durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen (Ernest Hemingway)

Wenn man einen Mann mit einer Katze kreuzen könnte, würde es den Mann verbessern, die Katze leider nicht. (Mark Twain)

Christina Telker hat mir folgendes Gedicht geschickt.

 Unser Kätzchen

Miezekätzchen schnurrt im Körbchen ruht sich von der Mäusejagd.

     Neben ihm steht Milch im Schälchen so beginnt der neue Tag.

Schnurrend liegt sie dann beim Frühstück Frauchen schmeichelnd auf dem Fuß.

Lässt sich kraulen und liebkosen, dies ist ihr ein Hochgenuss.

 Nun hält sie am Fenster Wache, sieht dem Treiben draußen zu.

Streckt sich in die Morgensonne ihre Augen fallen zu.

Abends wird sie wieder munter denn jetzt geht sie auf die Jagd.

Wie bei Nacht die Augen leuchten Ja, sie macht die Nacht zum Tag. (Š ChT)


Das nachstehende Gedicht habe ich von Tinchen bekommen. Dankeschön du Liebe

 

Die Katze

 

Schnurrend schleicht die kleine Katze

leise auf den weichen Pfoten

um danach mit viel Geschmatze

futtert was ihr angeboten.

 

Würd viel lieber Mäuse jagen

ein rundes Wollknäuel tut es auch

doch mit einem vollen Magen

hindert doch der dicke Bauch.

 

Legt sich aufs Sofa nun zur Ruh

nach harter Arbeit soll man schlafen

und Frauchen drückt ein Auge zu

und wird sie nicht bestrafen.

 

Und ausgeruht dann in der Nacht

jetzt schläft ja die Familie ein

wird mancher Blödsinn noch gemacht

wer möchte da nicht Katze sein ?

 

Heinz Bornemann

 

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